Wenn man bedenkt, dass das erste Zeugnis der Seidenverarbeitung auf das 4. und 3. Jahrtausend v.Chr. in China zurückgeht, von wo der erste mit einer Messerklinge geschnittene Seidenraupenkokon stammt, ist es nicht verwunderlich, dass ausgerechnet hier viele Legenden um dieses Garn entstanden.

Die Kaiserin Lei Zu

In China hat die Seide ihr erstes Auftreten Jahrtausende vor Europa, aber die Ursprünge des Stoffs bleiben teils rätselhaft. Und Rätsel sind ein fruchtbarer Boden für Legenden. Die Hauptfigur der ersten, die wir Ihnen erzählen, ist eine Kaiserin.

Lei Zu, auch Xi Ling Shi genannt, war die junge Ehefrau des Gelben Kaisers, der von 2697 bis 2597 v.Chr. regierte. Während seiner Regierungszeit brachte er den nomadischen Jägern den Anbau von Getreide und die Zähmung von Tieren bei und erfand Schiffe, Wagen… und Kleidung. Und zu dieser Erfindung leistete seine Ehefrau einen grundlegenden Beitrag.

Der Legende nach war Lei Zu gerade dabei, einen Tee im Garten zu trinken, als ein Raupenkokon in ihre Tasse fiel. Lei Zu ergriff den Kokon verärgert, um ihn aus ihrem Tee zu entfernen, aber auch dank der Wärme des Getränks begann sich der Faden abzuwickeln. Und Meter um Meter schließlich den ganzen Garten zu bedecken.

Questo velluto soprarizzo “giardino” è caratterizzato da piante orientali

Velluto soprarizzo “giardino”

Die Entdeckung der Seidenraupen

Lei Zu betrachtete ihn daher genauer und bemerkte seinen Glanz und seine Widerstandsfähigkeit. Sie erkannte, dass dieser mysteriöse Faden sich für das Weben eignete. Und das ist nicht alles – nach dem Herausnehmen entdeckte sie, dass im Kokoninneren eine Raupe versteckt war, die sich von den Maulbeerblättern, die in ihrem Garten wuchsen, ernährte. Anstatt die Raupen los zu werden, bat sie daher ihren Ehemann um die Erlaubnis, Maulbeerbäume anzubauen, um Raupen zu züchten.

Und so wurde Lei Zu nicht nur zur Entdeckerin der Seide, sondern auch zur ersten Seidenraupenzüchterin und zur Erfinderin des Webstuhls für Seide. So brachte sie den anderen Frauen auf dem Hof bei, den Kokon der Seidenraupe zu weben. Diese Entdeckungen waren dermaßen wichtig, dass Lei Zsu mit dem Namen „Mutter der Seidenraupe“, Can Nai Nai, in das Pantheon der chinesischen Götter aufgenommen wurde.

So wurde eine Tradition geboren, die Jahrtausende lang ein chinesisches Monopol darstellte. Bis eine andere Prinzessin beschloss, sie mit sich ins Ausland mitzunehmen…

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