Die Seidenproduktion selbst hat einen gewissen Reiz: Sie wird als Puppe der Seidenraupe produziert, die darin Zuflucht sucht, um sich in einen Schmetterling zu verwandeln, aber sterben muss, um uns dieses kostbare Garn zu schenken. Und vielleicht ist es ihrem einzigartigen Ursprung zu verdanken, dass mehrere Legenden zur Entdeckung der Seide in Umlauf kamen.

Wahrheit und Legenden zur Entdeckung der Seide

Die Seidenraupen spinnen ihren Kokon 3-4 Tage lang, indem sie einen einzigen Faden mit einer Länge zwischen 300 und 900 Metern bilden, der vom Schmetterling durchbrochen wird, sobald die Verwandlung abgeschlossen ist. Aus diesem Grund werden die Puppen getötet, bevor der Kokon durchbrochen wird und der Faden nicht mehr verwendet werden kann.

Aber bevor der Okzident all dies entdeckte, blühten in China bereits die Legenden darüber, wie dieser Schatz unter den Textilien entdeckt wurde. Die berühmteste ist die um Lei Zu, aber es gibt auch andere, die genauso faszinierend und ein wenig bizarr sind.

Das magische Pferd

Scoperta della seta | Tessitura Bevilacqua

Es war einmal ein Mann, der eine Tochter hatte… und ein magisches Pferd. Das Pferd konnte nämlich fliegen und verstand die Sprachen der Menschen. Eines Tages machte sich der Vater auf eine Geschäftsreise auf, von der er nicht mehr zurückkehrte. Die besorgte Tochter traf eine Abmachung mit dem Pferd: „Wenn du meinen Vater findest und ihn wieder nach Hause zurückbringst, heirate ich dich.“

Das Pferd machte sich auf den Weg und nach nicht allzu langer Zeit brachte es den Vater nach Hause. Dessen Freude, die Tochter endlich wiederzusehen, dauerte aber nicht lange, denn das Versprechen seiner Tochter erschütterte ihn. Er schwor sich, dieser Heirat niemals zuzustimmen, und tötete das Pferd.

Das Pferd fiel tot zur Erde, aber sein Gerippe erhob sich sofort und nahm die Tochter mit. Sie flogen meilenweit, bis sie sich auf einem Baum niederließen. Sobald das Mädchen die Äste berührte, verwandelte es sich in eine Seidenraupe. Und von diesem Tag an erzeugt sie unaufhörlich lange Fäden in der Erinnerung an ihren verlorenen Freund.

Die ungenießbare Frucht

Manchmal werden die größten Entdeckungen durch Zufall gemacht. Eine Gruppe Frauen spazierte in einem Garten im alten China und pflückte dabei die Früchte auf den Bäumen. Dabei stießen sie auf eine seltsame weiße Frucht, die zu hart zum essen war, und beschlossen, sie zu kochen. Aber die Frucht schmeckte weiterhin widerlich. Sie verloren die Geduld und begannen, mit Stöcken darauf zu schlagen. So gelang es ihnen, sie abzuwickeln und zu entdecken, dass es sich um einen Faden handelte.

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